Dienstag, 13 April 2021 10:50

Doppelwaschbecken werden immer beliebter

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 Doppelwaschbeckens Doppelwaschbeckens pixabay

Doppelwaschbecken im Bad galten früher als purer Luxus. Das hat sich grundlegend geändert, da sie für den modernen Lebensstil geradezu eine Voraussetzung sind.

Nehmen wir zum Beispiel den häufigen Fall einer Familie mit Kindern. Fast alle müssen morgens ungefähr zeitgleich das Haus verlassen. Wie kann das konfliktlos gehen mit einem einzigen Waschbecken?

Zudem befördert ein Doppelwaschbecken die Individualität, weil Mann und Frau ihre ganz persönlichen Accessoires übersichtlich in Position bringen können. Übrigens: Richtig bemessen passt so eine ansprechende Doppellösung sogar in kleine Bäder.

Gute Doppelwaschbecken gibt es bereits ab 120 Zentimeter Breite

Es gibt nur wenige Badezimmer, die die Mindestanforderung von 120 Zentimetern Breite nicht erfüllen. Falls der Platz doch zu knapp wird, sollte man es sich gut überlegen, denn so ganz ohne Ablagefläche im Bad ist das Leben etwas unbequem. Beispielsweise kann ein gemeinsames Waschbecken, das aber mit zwei Armaturen ausgerüstet ist, durchaus eine gute Lösung sein.

Auf jeden Fall ist die Auswahl bei 120 Zentimeter breiten Doppelwaschbecken groß. Um dennoch bei kleinen Badezimmern Platz zu sparen, ist manche Beckentiefe unter 50 Zentimeter gehalten. Aber selbst 35 Zentimeter tiefe Becken können sehr ansprechend gestaltet sein. Wenn das Doppelwaschbecken exakt flächenbündig mit dem Waschtisch abschließt, sieht das nicht nur edel aus, es spart auch Platz.

Standardbreite 140 Zentimeter

Dieses Maß ist in der Tat sehr beliebt, denn auf diese Weise kann der Raum zwischen den Becken auf bequeme 20 Zentimeter gesteigert werden, wobei dieses Maß sich in etwa auch als Abstand zum Waschtisch einrichten lässt. Um den Komfort im Bad zu optimieren, sollten die Planungen folgende Überlegungen enthalten:

  • Das Waschbecken sollte möglichst am hellsten Platz im Badezimmer montiert werden. Falls es sich um einen innen liegenden, fensterlosen Raum handelt, lässt sich da mit einer guten Ausleuchtung nachhelfen. Oftmals ist die Standortwahl aber durch die Lage der Anschlüsse recht eingegrenzt.
  • Wer viel Ablagefläche benötigt, muss sich unter Umständen für einen eher ungewöhnlichen Platz für das Waschbecken entscheiden.
  • Die Bauart des Doppelwaschbeckens kann für Optik und Komfort ganz entscheidend sein: Unterbau-, Wand- oder Aufsatzbecken.
  • Finden Sie gleich bei Ihrer Planung Antworten auf die Fragen: Wo werden die Handtücher oder Utensilien wie der Rasierapparat sein? Es gibt zum Beispiel Waschbecken mit einer integrierten Handtuch-Reling.
  • Gewiss sollen die Armaturen ein schönes Design haben. Doch viel wichtiger ist die Art der Montage. Soll die Armatur wandmontiert sein oder lieber auf dem Beckenrand aufsitzen? Bei einem Aufsatzbecken haben sich Armaturen mit hohem Bogen bewährt.
  • Bei der Materialwahl steht meistens eine Standardkeramik im Fokus. Bedenken Sie, dass es auch Becken mit speziellen Beschichtungen gibt, die das Wasser abperlen lassen und Verkalkungen entgegenwirken.
  • Den Siphon können Sie in einem Unterschrank verschwinden lassen. Vielleicht bevorzugen Sie ja eine Halb- oder Standsäule als optisch ansprechende Abdeckung?

Sofern genug Platz im Bad vorhanden ist, ist es ratsam, dass beide Waschbecken möglichst weitständig auseinanderliegen, damit sich zwei Personen gleichzeitig im Bad betätigen können, ohne einander anzurempeln.

Auf die Beleuchtung kommt es an

Für Aktivitäten wie Rasieren oder Make-up sind in der Regel zusätzliche Lichtquellen erforderlich. Gerade dann, wenn zwei Waschtische vorhanden sind, kommt es durch eine einzige Lichtquelle immer wieder zu störenden Schattenwürfen. Achten Sie also darauf, dass jeder Waschplatz über eine eigene Leuchte verfügt. Dabei kann es durch Halbausleuchtung zu Hell-dunkel-Effekte kommen, wenn die Leuchten nicht optimal platziert werden.

Diese Modelle stehen regelmäßig zur Auswahl

  1. Der Einbau- beziehungsweise Unterbau-Waschtisch
    Bei diesem Konzept verschmelzen Unterschrank und Waschbecken geradezu miteinander. Der Einbauwaschtisch ist dadurch gekennzeichnet, dass das Becken bei eher geringer Randhöhe auf dem Schrank aufliegt. Der Unterbau-Waschtisch schließt flächenbündig mit der Oberfläche des Waschbeckens ab.

  2. Der Wandwaschtisch
    Das Waschbecken ist hier direkt in den frei hängenden Waschtisch integriert. Beide gehen nahtlos ineinander über und bestehen aus demselben Material, was sehr elegant wirkt. Überhaupt ist das Design hierbei eher zurückhaltend und durch klare Linien gekennzeichnet.

  3. Das Aufsatzwaschbecken
    Das auf dem Unterschrank aufsitzende Doppelwaschbecken ist ein sehr beliebtes, klassisches Modell. Vielleicht gerade deshalb haben es moderne Designer immer wieder „neu erfunden“. Um genügend Ablagefläche zu haben, braucht diese Variante relativ viel Platz. Der Waschtisch darf gegebenenfalls schmal ausfallen, sodass die Waschbecken etwas darüber in den Raum vorstehen. Diese Variante wird übrigens als Vorbau-Waschbecken bezeichnet.

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