Sonntag, 10 Oktober 2021 12:49

In der Lausitz entsteht ein Giga-Solarpark

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Radial Wellendichtring Radial Wellendichtring pixabay

Wo vor nicht allzu langer Zeit noch Braunkohlebagger die Landschaft verunstalteten, startete die Lausitz mit dem Baubeginn in eine durchweg grüne Zukunft.

Bereits ab 2022 wird der erste von drei Solarparks im Energiepark Lausitz regenerative Energie erzeugen. Mit einer Leistung von 300 Megawatt entsteht in Klettwitz eines der größten Solarprojekte Deutschlands. Der so gewonnene Strom fließt zu Teilen ins öffentliche Stromnetz und an direkte Abnehmer. Ein weiterer Teil wird in sogenannten grünen Wasserstoff transformiert und der regionalen Industrie wie auch der Mobilitätsbranche geliefert.

Bereits der erste Teilabschnitt mit etwas mehr als 180.000 Modulen und 90 MW-Leistung wird einer der größeren Solarparks Deutschlands. Bedeutend ist das Projekt auch aus dem Grund, dass hier gleichzeitig mehrere regenerative Energieformen vereinigt werden, da der Solarpark in einen bereits vorhandenen Windpark integriert wird. Der Energiemix der Zukunft sozusagen an einem Ort zusammenfindet.

Vorreiterrolle in Deutschland

Die Gemeinde Schipkau hatte im Dezember 2020 den Startschuss für dieses einmalige Projekt gegeben und positive Effekte sind bereits vor der Stromproduktion festzustellen, denn auch im wirtschaftlichen Umfeld findet das Konzept enormen Zuspruch. So haben schon jetzt einige Unternehmen ihr Interesse an der Strom- sowie Wasserstoffabnahme signalisiert. Der Region bietet sich zusätzlich auch eine tolle Möglichkeit eine Mobilitätsinfrastruktur mit Wasserstoff zu gestalten. Mögliche Kunden sind demnach Speditionen, der Lausitzring und natürlich der öffentliche Personennahverkehr, der dann emissionsfreie Busse fahren lassen kann.

Solche Kopplungs-Projekte machen deutlich, was regenerative Energien schon heute bewirken können. Die Dezentralität solcher Projekte können zeitnah einen umweltschonenden Wechsel mit sich bringen. Die wirtschaftliche Attraktivität ist groß und erhöht das Wohlergehen der Region, der dort lebenden Menschen und letztlich des Klimas.

Um derartige Projekte mit ihren Anlagen und Maschinen umzusetzen, bedarf es auch einer Menge Know-how bei den entsprechenden Zulieferern. Ohne all die kleinen Details wäre eine Realisierung nicht machbar. Egal ob es der Radial Wellendichtring, das Druckventil oder eine einfache Sicherung ist. Projekte, wie der Energiepark Lausitz, sind nur umsetzbar in einer Zusammenarbeit, dies wird auch beim Blick auf das nächste Projekt deutlich.

Startschuss für klimaneutrales Kerosin

In Werlte in Niedersachsen ist die erste Anlage zur Produktion von klimaneutralem Kerosin in Betrieb genommen worden. Betreiber dieser weltweit ersten Anlage ihrer Art ist die gemeinnützige Klimaschutzorganisation Atmosfair. Mit dieser Anlage ist es erstmals möglich synthetischen Flugbenzin in industriellem Standard zu produzieren.

Das synthetische Kerosin für Flugzeuge wird aus Wasser, regenerativem Strom von Windrädern der Region, CO2 aus Lebensmittelabfällen einer Biogasanlage und CO2 aus der Umgebungsluft hergestellt. Diese Möglichkeit der Gewinnung von Kerosin gleicht einer kleinen Revolution und ist enormer Schritt nach vorne. Aber letztlich wird auch sie nur ein Teil-Beitrag leisten können. Im kommenden Jahr, wenn der Regelbetrieb der Anlage erreicht ist, wird die Kapazität bei acht Fässern Rohkerosin am Tag liegen, dies entspricht einer Tonne, dahingegen der Verbrauch eines Airbus A 350 bei fünf Tonnen pro Stunde im Betrieb liegt. Geliefert wird das klimafreundliche Kerosin an den Flughafen Hamburg und wird dort von der Lufthansa genutzt. Es wird also noch einige dieser Anlagen weltweit brauchen, damit die gesamte Luftfahrtbranche auf synthetischen und nachhaltigen Flugkraftstoff umgestellt werden kann.

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